Mantrailing



Beim Mantrailen, einer speziellen Form der Personensuche, macht man sich die Riechleistung der Hundenase zunutze. Die Hunde werden ausgebildet, dem Individualgeruch einer vermissten Person zu folgen. Der Spurenverlauf kann dabei durch Wald, Feld und Wiesen, aber auch über Asphalt und durch die Stadt führen. Ein gut ausgebildeter Hund kann eine Spur auch noch nach mehreren Tage durch eine Einkaufsstraße verfolgen, wo zahlreiche Leute hin- und herlaufen. Er ließt Geruchspartikel sowohl in der Luft als auch am Boden. Dem Hund ist es dabei sogar egal, ob die gesuchte Person sich zu Fuß, mit einem Rad oder z.B. mit einem Auto entfernt hat. Im Prinzip eignet sich jeder Hund für diese Aufgabe, zumindest im Hobbybereich.

Der Mensch lernt den Hund genau zu beobachten, denn dieser signalisiert durch seine Körpersprache, wo es lang geht. Viele Hundebesitzer wissen gar nicht, zu welch herausragender Nasenleistung der eigene Hund fähig ist. So fördert man ganz nebenbei den respektvollen Umgang miteinander und stärkt die gemeinsame Bindung zwischen Hund und Mensch.

Der Hund lernt absolut selbstständig einer zuvor gelegten Geruchsspur zu folgen. Die Nasen- und Sucharbeit fördert das vorhandene genetische Potenzial der Hunde und bietet sich so auch als sinnvolle Beschäftigung für Freizeit- und Haushunde an. Ein schöner Nebeneffekt ist, das man einen Hund mit Jagdtrieb in kontrollierte Bahnen lenken kann, auch ängstliche Hunde profitieren vom Mantrailing .





März 2010

 




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